Der Umgang mit Klängen ist bei Matthew Herbert bereits in die Wiege gelegt. Sein Vater ist in London bei der BBC als Tontechniker angestellt, der Filius interessiert sich sehr früh für Technologie des Klangs. Herbert studiert an der Uni in Exeter, nachdem er sich bereits zu Schulzeiten mit Jazz, Klassik und zeitgenössischer Musik beschäftigt hat. Herbert ist inzwischen auf vielen Feldern zu Hause, im Techno genau wie im House und im Electro-Jazz. Für sein Album "Plat Du Jour", einer kritischen musikalischen Auseinandersetzung mit der Lebensmittelindustrie, nimmt der Komponist und Musiker verschiedene natürliche Geräusche wie z.B. den Biß in einen Apfel auf und verfremdete ihn mit Samples. Herbert arbeitete mit diesen "field recordings" in Stile der Musique concrete. Auch mit einer Jazzband war er schon auf Tournee, Herbert gilt als einer der gefragtesten Remixer der Szene und als einer der wichtigsten Elektronikmusiker der Gegenwart. Seine Performance auf dem Reeperbahnfestival könnte zu einem der herausragenden Ereignisse des Festivals werden.