Teenage-Status hin, Presse-Hype her: Was Jonas Hinnerkort (Schlagzeug & Gesang), Sebastian Muxfeldt (Bass) und Anton Spielmann (Gitarre & Gesang) alles drauf haben, konnten wir schon im letzten Herbst ermessen, als sie vor einem aus dem Boden gestampften Metropolen-Bühnenbild frei improvisierten. Dreißig Minuten herunter gestrippter Instrumentalrock, überraschend und mitreißend. Was Hamburgs dringlichste Band sich für ihren Auftritt beim Sommerfestival überlegt hat? So viel ist sicher: 1000 Robota, vor zwei Jahren als neues Teenage-Rock-Phänomen gefeiert und missverstanden, werden ihr neues, zweites Album UFO präsentieren. Und das ist auf jeden Fall den Besuch wert. Zehn wütende, fragende, bestechend einfache Songs, die mehr erzählen über das, was man so jung sein nennt als jede doofe Shell-Studie. Kostprobe? Es ist schade, dass vieles nicht mehr einfach ist / dass man sich oft so schämt / Dass du nichts mehr sagen kannst / weil du schreiben kannst / Es ist nicht mehr aktuell / Einer von den Großen zu sein. 1000 Robota haben keine Lust darauf, im Rockzirkus einfach abzuliefern. Lieber schlagen sie auf die eigene Haltung drauf, arrangieren sie um, erfinden sie neu, um sie freudig wieder zu begrüßen. Für den heutigen Abend haben sie deshalb den Komponisten Benjamin Scheuer gebeten, das neue Album erstmalig und einmalig zu arrangieren mit einem Kammerensemble. Streicher, Fagott, Kesselpauken? Triangel, Feedbacks, Geballer? Verletzlichkeit, Aggressivität? All das.