Der im Zentrum des altertümlichen Ringdorfes gelegene Siemerssche Hof - heute der Bergstedter Markt - wurde im Jahre 1757 als Reetdach gedecktes Bauernhaus erbaut.
1870 brannte das Gebäude weitgehend ab und an seiner Stelle ließ Caspar Friedrich Siemers vom Zimmermeister des Ortes im Südlich Ländlichen Herrenstil das bis heute erhaltene Bauerngebäude mit einer zweigeschossigen Wagenremise errichten, die 1878 fertiggestellt wurde. Mensch, Vieh, und Vorräte wurden noch unter einem Dach vereinigt.
Während alle Höfe im Umkreis mit ihrer Grotdör auf den Markt ausgerichtet waren, weist der Siemerssche Hof nach Norden hin zu einer Quelle, die noch heute im Nordteil der Wagenremise gekennzeichnet ist. 1894 wurde nachträglich das Herrenhausportal mit Familienwappen und der Inschrift Heinrich Siemers gebaut, das üblicherweise zum Markt hin ausgerichtet war.
Die mit Naturstein (Katzenköpfe) gepflasterte Hoffläche und die Einfriedigungen der Außenhoffläche mit vom Steinmetz bearbeiteten Findlingen rundeten das für gehobene Wohnansprüche gebaute Bauerngebäude zur damaligen Zeit ab.